Lüftungsflächen und Öffnungsweiten

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie viel Feuchtigkeit innerhalb eines Tages an die Raumluft abgeben wird? Neben den Zimmer- und Topfpflanzen sorgen das Kochen, Duschen, Baden oder Wäschewaschen und vor allem das Wäschetrocknen dafür, dass die Luft mit Feuchtigkeit angereichert wird. Hinzu kommt das Atmen und Schwitzen des Menschen. Allein in der Nacht macht das bis zu einem halben Liter pro Person aus, der an die Raumluft abgeben wird. Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt kommt insgesamt innerhalb von 24 Stunden auf bis zu 12 Liter. Diese Feuchtigkeit kann auf längere Sicht zu Schimmel, Material- und Gesundheitsschäden führen. Am wirkungsvollsten verhindern Sie das durch regelmäßiges Lüften.

 

Ausreichendes Heizen und regelmäßige Belüftung sind das A und O für ein Ideales Raumklima sowie die Vermeidung von Kondensation an der Scheibe.

Eindringende Kondensation schadet auf Dauer den Fensterflügeln und -rahmen bei Holzfenster. Richtiges Heizen und Lüften kann hier Abhilfe schaffen und sollte im richtigen Verhältnis zueinander stehen.                                Grundsätzlich gilt:

  1. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto regelmäßiger muss belüftet werden. Dabei ist die Stoßlüftung im Vergleich zur Dauerlüftung der effizientere und energetisch günstigere Weg. Überdies führt Dauerlüftung gerade in den Wintermonaten zu unerwünschtem Kondensat, da Anschlussbereich und Raumkontinuierlich auskühlen.
  2. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto höher sollte die Raumtemperatur sein. Geringere Temperaturen nehmen weniger Feuchtigkeit auf. Kühlt also gesättigte Luft ab, führt dies zu Kondensation und zum Ausfall von Kondenswasser.

 

Raumtemperatur
Um Kondensat zu vermeiden, sollte die Raumtemperatur so konstant wie möglich gehalten werden. Gesund wohnen Sie, wenn Sie eine gleichbleibende Raumtemperatur von 21°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 40% in Ihren Räumen halten. In diesem Klima haben Sie auch kaum Probleme mit Kondenswasser an den Fensterscheiben.

 

So lüften Sie richtig
Wenn sich Kondensat an Ihren Fensterscheiben niederschlägt, ist das eine Warnsignal: Jetzt sollten Sie unbedingt lüften.
Richtig lüften Sie, wenn Sie Ihre Fenster 3 – 4mal am Tag für 5 Minuten vollständig öffnen und – am besten – Durchzug herstellen. Durch diesen kurzen Zeitraum gewährleisten Sie, dass weder Möbel noch Wände während des Lüftens auskühlen. Sie tauschen so nicht nur die feuchte Innenluft gegen trockene Außenluft aus – Sie sparen darüber hinaus auch noch Heizkosten. Fenster, die ununterbrochen einen Spalt geöffnet sind oder bei denen die Dauerlüftungsklappe nie geschlossen wird, führen in der Heizperiode zu unnötigen Energieverlusten.
Wenn Ihre Heizanlage mit einer automatischen Nachtabsenkung ausgestattet ist, sollten Sie lüften, bevor sich die Heiztemperatur absenkt: Dadurch vermeiden Sie, dass die warme Raumluft beim Abkühlen kondensiert. Durch richtiges Lüften beugen Sie der Kondenswasserbildung am wirkungsvollsten vor.

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